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Annett Fleischer, Rednerin und Wegbegleiterin in Berlin

Annett Fleischer – Rednerin und Wegbegleiterin in Berlin

Ich bin Annett Fleischer. Was ich mitbringe, ist keine einzelne Ausbildung, sondern eine Lebenskompetenz, die aus vielen unterschiedlichen Erfahrungen zusammengewachsen ist – aus Familie, Beruf und Begegnungen mit Menschen in ihren schwersten Momenten.

Ich bin in eine Unternehmerfamilie mit Friedhofsgärtnerei und Bestattungen hineingewachsen. Sterben und Tod haben mich deshalb nicht abgeschreckt – sie gehörten für mich thematisch immer zum Leben dazu. Wie meine Mutter immer sagte "Gestorben wird immer, geboren auch." Dennoch sehe ich selbst in der Bestatter- und auch in der Gesundheits- und Pflegebranche erhebliche Widerstände den Tod und das Sterben als Entwicklungsstufe zuzulassen, wenn es eben an der Zeit ist. In dieser Gesellschaft wird einem fast schon eher verwehrt "lebensmüde" werden zu dürfen. Stattdessen unterliegen wir heute einem Optimierungswahn, der natürlich für schöne Momente sorgt, doch letztlich nicht und niemals ein Zyklusende abhalten kann. Es wäre sinnvoller, wir versöhnen uns zu Lebzeiten mit dem Leben als vor dem Tod Angst zu haben, weil das Leben wenig erfüllend war. 

Sie sehen schon, ich bin eine Menschenfreundin klarer Worte und es gibt immer mehr Menschen, die mich genau deshalb an die Seite holen. Weil es Dinge im Leben gibt, die im Smalltalk oder Alltagsgesprächen keine Relevanz haben. Oder haben Sie Ihren Freund mal gefragt: "Sag mal, was tust du, damit du in Ruhe und mit dir entspannt sterben kannst?". 

Einige wenige von Ihnen kennen sicherlich auch Situationen, in denen Angehörige gepflegt werden. Der körperliche Abschied ist das eine - aber der geistige Rückzug und die Verwirrungen sind das andere. Demenz und Alzheimer sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen, auch, weil die Menschen eben sehr alt werden. Für die Angehörigen ist es eine Herausforderung, auch nervlich - meist lässt man dann von Fremden versorgen, die dafür bezahlt werden. 

Die Frage ist doch nicht "wie alt will ich werden?", sondern "wie will ich alt werden?". 

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Ich begleite Menschen auf dem Weg sich einander zu verabschieden. Nicht ohne Grund gibt es die Geste der Begrüßung und der Verabschiedung. Und dazwischen liegt der Aufenthalt - und den bringe ich gemeinsam mit der Familie und Freunden ans Licht - das Leben ist so reichhaltig, intensiv und beziehungsorientiert, dass wir begeistert über diese Vielfalt sein können.

Krisenkommunikation: Auch die Feuerwehr - Einsatzkräfte lernen von und mit mir

Als externe Dozentin an der Berliner Feuerwehr-Akademie trainiere ich Einsatzkräfte in Kommunikation bei Ausnahme- und Chaossituationen – und öffne dort gezielt den Raum für das Thema Tod und Sterben und den angemessenen Umgang mit Betroffenen, Angehörigen und Zugehörigen. Diese Erfahrung fließt auch direkt in meine Arbeit als Rednerin und Wegbegleiterin ein: Ich kenne nicht nur die passenden Worte, sondern auch die Prozesse und Gefühlslagen, die ein Abschied mit sich bringt.

Ich bin außerdem ausgebildete Sterbeamme und habe Familien begleitet, die sich dafür entschieden haben, einen Menschen zu Hause sterben zu lassen.​

Mein Ansatz: Ich unterstütze die Familie in der häuslichen Sterbebegleitung, bereite den sterbenden Menschen behutsam vor und bin die Schnittstelle zwischen dem Sterbenden und seinen Angehörigen – mit dem Ziel, in dieser Situation den größtmöglichen Frieden herzustellen.

Viele Jahre war ich zudem als TV - Schauspielerin tätig – das hat mich gelehrt, vor Menschen zu stehen, fremde Rollen anzunehmen und die unterschiedlichsten Perspektiven zu verstehen. Vielleicht kommt Ihnen mein Gesicht bekannt vor – aus meiner aktiven Zeit vor der Kamera. Das war ein anderes Kapitel - ein Kapitel, in dem ich mich anderen zur Verfügung stellte und nach Anweisung spielte. Heute ist mein Zuhause viel mehr bei den Menschen und ihren Geschichten und der Möglichkeit, seine Masken abzulegen. 

So arbeite ich als Rednerin und Wegbegleiterin

Wie ein Ablauf mit mir konkret aussieht, beschreibe ich ausführlich auf den Seiten „Abschiedsreden“ und „Wegbegleitung“.

 

„In meinem Erleben und Sehen ist das Leben eine Aneinanderreihung von Aufgaben, Erfahrungen, schönen und schmerzhaften Gefühlen, Lachen und Weinen. Das Leben pulsiert immer wieder zwischen Neubeginn und Abschied, Abschied und Neubeginn. Niemand kann sich dem entziehen, und deshalb können wir einander sehr hilfreich sein - denn wir sind nie allein damit."

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